20 Jahre Obedience in der Schweiz

1996 - 2016


Im 1995 wurde in der ganzen Schweiz im Auftrag der TKAMO der Obedience-Hundesport von Oskar Tschupp und Walter Blattner vorgestellt.
Ich konnte am 26. November 1995 im KV Bäderstadt Baden daran teilnehmen.
Angela Schmid zeigte mit ihrem Cattle Dog Ping-Pong die ersten Obedience-Übungen. Sie konnte im 1995 in Stockholm am ersten internationalen FCI-Wettkampf starten!
Bereits da verfiel ich dem Obedience-Virus und wusste, DAS ist meine Hundesportart!
Wir bildeten eine Obedience-Trainingsgruppe und trainierten fleissig Obedience. Ausser der PO und der kurzen Einführung wussten wir noch nicht viel darüber, aber unser Elan war ungebremst.
Obedience wurde ab Januar 1996 als offizielle Hundesportart in der Schweiz eingeführt.
Zuerst wurden wir von vielen belächelt und einige "alte" Schutzhundesportler wollten noch schnell mit ihren alten Hunden etwas OB machen und schnell in Klasse 3 aufsteigen! :-)

Am 8. April fand die Obedience-WM-Ausscheidung im Hsp Reusstal statt und es konnten diese drei Schweizer an der Obedience-WM in Wien starten:

  • Oskar Tschupp mit Kobold - Malinois
  • Marlise Neff mit Unico - Airedale Terrier
  •  Angela Schmid mit Ping-Pong - Cattle Dog.

Diese schöne Rosette erhielten alle Teilnehmer der WM in Wien 1996.

Auch mein Unico erhielt eine davon!

 

So begann die Obedience-Geschichte in der Schweiz. In den letzten 20 Jahren lernten wir viel von den Trainern der nordischen Länder und auch heute gibt es immer wieder neue Trainingsansätze.

Was mich vor allem fasziniert, ist die Fröhlichkeit und Leichtigkeit mit der in Finnland, Norwegen und Schweden trainiert wird! Auch wenn der Hund etwas nicht perfekt macht, dann wird auch mal gelacht und die Übung einfach wiederholt. Es wird nicht bestraft, sondern wiederholt und geschaut, dass der Hund möglichst fehlerfrei lernt.
Das militärische Training ist leider bei uns historisch aus den Weltkriegen mit ihren Kriegshunden entstanden und so in den normalen Hundesport übertragen worden!

Klar gibt es immer noch Hundesportler, welche nichts gelernt haben und mit Zuckerbrot und Peitsche ausbilden, aber die muss man einfach ignorieren und den eigenen Weg gehen!

 


Renate Wägelein - Susi Wirth - Doris Mutti - Priska Munz - Jeannine Tschupp - Heidi Planzer (von links nach rechts)
Renate Wägelein - Susi Wirth - Doris Mutti - Priska Munz - Jeannine Tschupp - Heidi Planzer (von links nach rechts)

 

Im 1999 wurde die erste OB Schweizermeisterschaft durchgeführt, in den vorherigen Jahren hatte es noch zu wenig Teilnehmer.