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AUSBILDUNG
eines OBEDIENCE HUNDES
Wie sollte geübt werden? ... viele Wege führen nach Rom...
- Jede komplette Übung für den Wettkampf wird zu
99 % immer in TEILÜBUNGEN trainiert!
- Es wird z.B. das Apportieren nicht immer wettkampfmässig geübt, denn so
verliert der Hund die Freude daran und er wird immer langsamer!
- Sie zerlegen die Übung in Teilübungen, üben
diese Teile separat und eines Tages, nach vielen, vielen Wiederholungen können
Sie diese Teilübungen zu einer einzigen Übung zusammen hängen und so
trainieren.
- Aber sobald der Hund die komplette Übung beherrscht ist es wichtig, nicht nur
noch die fertige Übung zu trainieren, sondern Sie trainieren wieder nur noch
die Teilübungen. So können Sie die Freude und Geschwindigkeit behalten.
- Denken Sie an diesen Vergleich: Ein Schüler
lernt die Rechenkünste zuerst mit 1+1 = 2, etc. dann werden die Rechnungen
immer schwieriger mit Wurzelziehen - Algebra, etc. Wenn nun ein Kind nur noch
Tests mit Wurzelziehen lösen muss, dann verliert es die Lust am Rechnen! Aber
wenn es zwischendurch auch wieder einmal eine Bubi-Rechnung lösen kann, dann
freut es sich wieder und findet es gar nicht so schwierig!
- Genau so geht es dem Hund! Wenn er
zwischendurch wieder wie ein Anfänger eine ganz einfache Übung mit viel
Motivation und Belohnung machen darf, dann freut er sich immer wieder auf das
Training!
- Wie oft üben? Je nach Hund, aber üben Sie mehrmals täglich 5 Minuten, dies ist
besser als
nur einmal pro Woche und dann eine ganze Stunde lang!
- Schauten Sie, dass der Hund beim Training in
der richtigen Stimmung ist und nicht lustlos mitmacht!
- Fragen Sie ihn: "Bist du bereit?! Willst du
etwas tun?!" Wow, ja, willst du etwas tun?!" Bis er sie voller Erwartung
anschaut und dann clicken und loben Sie ihn und dann erst wird eine Übung
trainiert, oder auch nur gespielt.
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- 1. Übung in Einzelteile zerlegen und
diese Teilübungen separat üben z.B. Apportieren
aus welchen Einzelteilen besteht diese Uebung -
Klasse 3:
- Der Hund sitzt ruhig und parallel neben dem
HF in der Grundposition
- Der Hund schaut zu wie die 3 Apportierhölzer
ausgelegt werden und bleibt ruhig sitzen
- Der Hund rennt auf Kommando schnell zum
Kegel
- Der Hund bleibt in der Nähe des Kegels
stehen und schaut zum HF zurück
- Der Hund wartet beim Kegel, ca. 3 Sek.
- Der Hund rennt auf Kommando schnell in die
angegebene Richtung (rechts oder links)
- Der Hund nimmt das Holz schnell auf
- Der Hund dreht sich schnell um und rennt
schnell zum HF zurück
- Der Hund knautscht und spielt nicht mit dem
Holz
- Der Hund sitzt direkt in die Grundposition
oder er sitzt nah vor den HF in die Frontposition
- Der Hund hält das Holz ruhig im Fang
- Der Hund wartet bis der HF das Holz
rausnimmt
- Der Hund bleibt ruhig sitzen bis der HF die
Uebung beendet oder geht schnell aus der Frontposition in die Grundstellung.
Und jetzt was sagen Sie dazu?! Bevor der Hund
diese Teile nicht einzeln kennt, darf nicht die ganze Uebung wie am Wettkampf
verlangt werden
Wieso sollen immer wieder die Teilübungen
geübt werden?
- Wenn Sie nur noch die gesamte Übung
prüfungsmässig trainieren, dann vergisst der Hund die einzelnen Teile und er
wird sie immer ungenauer ausführen.
- Er wird z.B. beim
Apportieren plötzlich nicht mehr schnell zum Kegel rennen, da er dort
keine Belohnung mehr erhält und die Belohnung immer nur noch am Schluss
gegeben wird, nach dem ausgeben des Holzes!
- So beeilt sich der Hund so
rasch als möglich zum ausgeben des Holzes zu gelangen und macht alle
Teilübungen zwischendurch ungenau und hastig.
Ist der Hund langsam - was tun?
- Lernt der Hund eine neue Uebung, dann wird
nicht auf die Geschwindigkeit geachtet! Er muss zuerst lernen, wie die Uebung
genau geht.
- Kennt der Hund die Uebung oder Teilübung und
hat sie bereits viele Male geübt und wurde immer viel gelobt mit Wurst oder
Ball, dann wird er automatisch schneller = sicherer werden!
- Es ist nicht nötig, dauernd am Hund
rumzunörgeln, damit er schneller rennen soll! Je mehr wir nörgeln, desto
langsamer wird er, denn er merkt, dass wir unzufrieden sind und das verlangsamt
ihn!
- Ein Cairn-Terrier kann nie so schnell wie
ein Border Collie werden, aber das muss er auch nicht! Er soll ein schneller
Cairn-Terrier sein und das wird er, wenn er Spass an der Sache hat!
- Sie sind unzufrieden, weil Ihr Hund nicht
soooo schnell wie ein Border Collie ist? Wieso haben Sie dann keinen Border
Collie gekauft?! Dann wäre er vielleicht so schnell...wenn man immer
unzufrieden ist und am Hund rumnörgelt wird er auch nicht schneller! Aber wenn
man sich immer freut und ihn lobt, findet er es cool und wird immer schneller
arbeiten, er wird dann alles geben!
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letzte
Bearbeitung am:
27.02.10
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