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AUSBILDUNG eines OBEDIENCE HUNDES


Übung 7: BRINGEN

                                                                                      

                  3 Apportierhölzer liegen in  je 5 Meter Abstand, 10 Meter vom Kegel entfernt 
das mittlere Holz darf nie geholt werden!       

                                                                         

                             


                                                  Hund steht neben oder besser hinter dem Kegel mit Blick zum Hundeführer

 

 

 

                                       J   

               Hundeführer steht 10 Meter von Kegel entfernt und schickt den Hund zum Kegel. Es wird ausgelost, ob der Hund das linke oder rechte Holz apportieren soll.

Obedience Klasse 3 (FCI)


Was ist wichtig in dieser Übung?

Der Hund soll schnell das gewünschte Holz bringen und es ohne zu knautschen dem Hundeführer übergeben.

 

Stehen beim Kegel

rasantes Apportieren

   

um die Stange herum rennen, ist ein lustiges Spiel...

 

 

Beginners  BRINGEN (TRAGEN)
Klasse 1  BRINGEN
Klasse 2  BRINGEN
Klasse 3  BRINGEN

 


In der Beginners-Klasse muss der Hund das Holz 10 Meter weit neben dem Hundeführer hertragen, von einer Pylone zur anderen. Aufpassen! Das Holz muss vor der ersten Pylone im Fang des Hundes sein und darf erst nach der zweiten Pylone rausgenommen werden!

In der Klasse 1 wird das Holz vom Steward 10 Meter weit entfernt ausgelegt und der Hund apportiert es.

In der Klasse 2 muss der Hund zu einer Pylone rennen, dort stehen bleiben und weiter rennen um ein Holz zu holen, welches 10 Meter von der Pylone entfernt liegt. Es liegen 2 Apportierhölzer dort, es wird ausgelost, ob er das linke oder rechte holen muss.

In der Klasse 3 ist alles wie in Klasse 2, nur liegen dann 3 Hölzer dort und er muss wieder das linke oder rechte bringen, aber nie das mittlere.

- Halteübung: Bevor der Hund den Gegenstand holen muss, soll er die Gegenstände ohne zu knautschen im Fang halten.

  • Hält der Hund den Gegenstand ruhig im Fang, dann legt man den Gegenstand nur einen Schritt vom Hundeführer entfernt auf den Boden und der Hund soll ihn aufnehmen und man nimmt ihn aus den Fang ohne dass der Hund dazu sitzen muss. Dies wird später separat geübt.
  • Beim Bringen oder Apportieren darf der Hund in der Frontstellung oder direkt in die Grundposition den Gegenstand dem HF übergeben.
  • Darum muss mit dem Hund die Halteübung auch in der Frontposition oder in der Grundposition geübt werden, je nachdem wie der HF es will.
  • Der Gegenstand wird erst geworfen, wenn der Hund sicher nicht mehr knautscht, denn das Nachrennen motiviert den Hund zum Knautschen!
  • Üben Sie auch zwischendurch mit fremden Hölzern, denn es gibt Hunde welche nur ihr eigenes Holz wollen und das gibt später in den höheren Klassen Probleme!

Probleme:

Der Hund rennt nicht schnell nach vorn zum Gegenstand:

  • Binden Sie den Gegenstand an eine Schnur und sobald er es holen will, zieht eine Hilfsperson an der Schnur und rennt mit dem Gegenstand davon!
  • Lassen Sie den Hund auch mal einen Ball apportieren, nicht immer nur das fade Holz.
  • Machen Sie ein Wettrennen mit dem Hund zum Gegenstand. Wer es zuerst hat, erhält eine Belohnung!
  • Halten Sie den Hund am Halsband fest, werfen Sie den Gegenstand und lassen Sie den Hund nachrennen.
  • Sie werfen das Holz, aber der Hund darf es nicht holen! Sie holen es zurück stehen neben den Hund und werfen es wieder. Er darf es immer noch nicht holen, Sie gehen nach vorn und zeigen ihm, wie Sie Freude daran haben und kommen zum Hund zurück und werfen es nochmals. Erst beim 3. Mal darf der Hund es endlich holen, Sie werden sehen, er wird viel schneller rennen!
  • Sie werfen das Holz, drehen sich mit dem Hund um und gehen einige Schritte in die entgegengesetzte Richtung und drehen wieder in Richtung Holz und lassen den Hund aus der Bewegung das Holz bringen.

Der Hund rennt schnell nach vorn und holt den Gegenstand, aber er rennt nicht schnell zurück:

  • Rennen Sie weg, sobald der Hund den Gegenstand im Fang hält und verstecken Sie sich.
  • Zeigen Sie ihm das Spielzeug oder Futter bevor er zum Gegenstand rennt, damit er weiss, dass er diese Belohnung erhält, und er wird schneller zurück kommen.
  • Lassen Sie den Hund sitzen, legen Sie den Gegenstand ca. 3 Meter vor den Hund und Sie gehen ca. 10 Meter weit weg. Sie drehen sich zum Hund und er wird abgerufen und bringt so den Gegenstand direkt zu Ihnen (er muss nicht immer zuerst den Gegenstand holen gehen).
  • Sobald der Hund beim Gegenstand ist und sich auf den Rückweg zu Ihnen macht, werfen Sie einen Ball hinter sich. Es ist egal, wenn der Hund den Gegenstand fallen lässt und dem Ball nachrennt, wir üben ja das schnelle Zurückkommen (Tempo) und nicht das Vorsitzen oder Halten des Gegenstandes!
  • Spielt der Hund nicht, so werfen Sie ein grösseres Futterstück hinter sich, oder zeigen Sie es dem Hund bevor er apportieren geht und sagen ihm "Schau, du erhälst das Goodie, wenn du holen gehst"
  • Ich rufe z.B. meinem Speedy zu, sobald er das Holz im Fang hat "Goodigoodi", dann kehrt er blitzschnell um und rennt zurück und erhält das Futter.
  • Sie rennen leise während dem der Hund nach vorn zum Apport rennt rückwärts weg und bleiben sofort stehen, sobald er beim Holz ist. So ist er überrascht, dass Sie so weit entfernt sind und rennt rascher zu Ihnen zurück. Er soll Sie aber nicht rennen sehen, Sie sollen ruhig stehen, wenn er sich gegen Sie wendet.

Der Hund knautscht mit dem Gegenstand:

  • Siehe Halteübung
  • Nehmen Sie dem Hund nicht jedesmal den Gegenstand aus dem Fang! Kommt er zurück, dann rennen Sie davon und lassen den Hund den Gegenstand herumtragen und loben Sie ihn dazu!
  • Schimpfen Sie nicht mit dem Hund, wenn er knautscht! Er kann nichts dafür, dass Sie es ihm nicht korrekt beigebracht haben! Je mehr Sie schimpfen, desto mehr wird er knautschen! Er versteht nicht, wieso Sie schimpfen, wenn er den Gegenstand doch so schön zurück bringt!
  • Verkürzen Sie die Distanz zum Gegenstand, damit der Hund nicht immer 10 Meter Zeit hat um zu Knautschen! 
  • Lassen Sie den Hund sitzen. Legen Sie den Gegenstand 10 Meter weit weg und bleiben 1 Schritt daneben stehen. Dann rufen Sie den Hund zum Apportieren, sobald er den Gegenstand aufgenommen hat, nehmen Sie ihn aus dem Fang (ohne dass der Hund sitzen muss) und loben und spielen mit dem Hund. So nehmen Sie viel Druck von ihm! Wenn der Hund diese Übung super macht, können Sie 2 Schritte daneben stehen bleiben, dann 3 Schritte, etc.

Der Hund sitzt nicht nah genug in der Frontposition:

  • Üben Sie die Frontposition ohne Gegenstand bis es perfekt ist, erst dann üben Sie mit Gegenstand!
  • Setzen Sie sich auf einen Stuhl mit gegrätschten Beinen und lassen Sie den Hund mit Futter nah zu Ihnen heran sitzen.
  • Gehen Sie NIE noch einen Schritt rückwärts, wenn der Hund nicht nah genug sitzt, er lernt sonst nur, dass zu dieser Übung der Hundeführer immer noch einen Schritt rückwärts macht, bevor er das Futter erhält! Beginnen Sie die Übung ohne Worte nochmals und helfen Sie dem Hund mit Futter in die korrekte Position zu sitzen. Geben Sie nicht auf, auch wenn er es drei Mal wiederholen muss, bis er näher vorsitzt!
  • Die Frontposition wird in der Schweiz nicht mehr verlangt, besser ist, wenn der Hund direkt in die Grundstellung sitzt. Aber wenn Sie noch eine andere Hundesportart trainieren, dann üben Sie beide Positionen, der Hund kann gut unterscheiden! 
  • Eine Hilfsperson hält den Hund am Halsband fest, Sie rennen weg, drehen sich zum Hund und rufen ihn ab. Sobald er nahe bei Ihnen ist, werfen Sie ein Spielzeug zwischen den Beinen durch, so beginnt er nicht vor ihnen ab zu bremsen. Sie stehen aber ganz normal da, nicht bereits in gebückter Haltung! Der Hund soll nie wissen, ob er bei dieser Übung einem Ball nachrennen darf oder ob er vorsitzen muss!
  • Sie können den Hund auch lernen mit dem Kinn Ihren Bauch zu berühren, und ruhig das Kinn hinzuhalten. Später verlangen Sie diese Kinnübung mit dem Apportel im Fang. Diese Kinnübung lernte ich von Monika Ballerini.

Der Hund lässt den Gegenstand beim Sitzen immer fallen:

  • Lassen Sie den Hund den Gegenstand tragen. Am besten leinen Sie den Hund an und er läuft so im Kreis herum und kann ihn tragen. 
  • Er soll ihn nicht jedesmal ausgeben müssen. Wenn er zu Ihnen zurück kommt, loben Sie ihn und rennen weg und fordern ihn auf, mit zu kommen ohne den Gegenstand anzufassen!
  • Rennen Sie neben dem Hund im Kreis herum und nehmen den Gegenstand während des Rennens aus dem Fang.
  • Schimpfen Sie nicht mit dem Hund! Er versteht sowieso nicht, wieso Sie wütend werden!
  • Sie üben sicher täglich die Halteübung!?
  • Gehen Sie rückwärts und der Hund läuft Ihnen mit dem Gegenstand im Fang nach. Dann bleiben Sie stehen und helfen dem Hund in die Sitzposition, bevor er Anstalten macht um den Gegenstand fallen zu lassen, müssen Sie sofort wieder rückwärts weggehen und den Hund auffordern um mitzukommen.

Der Hund dreht sich nicht um beim Kegel/Pylone:

  • Es gibt Hunde welche sich automatisch hinter die Pylone umdrehen und den Hundeführer anschauen, aber es gibt auch diejenigen, welche mit dem Rücken zum Hundeführer stehen bleiben und nur den Kopf umdrehen oder gar nicht schauen, sondern bereits ein Apport im Visier haben und warten bis sie los sausen können!
  • Es gibt keinen Punktabzug, wenn der Hund sich nicht dreht, aber es wäre besser, denn so ist die Chance, dass er das mittlere Holz holt kleiner, wenn er sich richtig umdreht.
  • Grundübung: ich führe den Hund hinter den Kegel und ich stehe frontal auf der andern Seite des Kegels und füttere und lobe ihn, so dass der Hund sich das Bild einprägen kann und merkt, wenn er so steht, dann freut sich der HF und belohnt mich.
  • oder
  • Seit ich DogDance trainiere, lerne ich Speedy den Kegel zum Umgehen, also im Kreis um den Kegel zu gehen, nach links oder rechts herum!
  • Die übe ich natürlich aus ganz kurzer Distanz und verlänger langsam auf die 10 Meter.
  • Das findet er cool und er rennt motivierter zum Kegel!
  • Am Kegel soll der Hund auch nicht jedesmal ein Steh zeigen müssen, manchmal muss er ein Sitz, oder ein Platz oder eben drum herum laufen, dann Pfötchen winken, oder zu mir zurück rennen, etc.
  • So wird der Kegel interessanter und einfach am Wettkampf rennt er zum Kegel und ich rufe Stopp, und er steht still und schaut mich an!
  • Am Wettkampf darf der Hund nicht selbständig beim Kegel stehen bleiben, das gibt Punktabzug, darum lerne ich ihn auch am Kegel vorbei zu rennen und etwa 1 Meter hinter dem Kegel z.B. liegt der Bodentarget (kleiner Teppich).

Der Hund schaut nicht zum Hundeführer und rennt einfach los und holt dasjenige Holz, welches er als erstes erblickt hat!

  • Hier ist die Grundübung wieder angesagt:
  • Der Hundeführer führt den Hund hinter den Kegel und der Hund wartet dort.
  • Dann legt der Hundeführer links und rechts vom Hund, ca. 6 m weg, je einen Ball oder bei Würstlihunden, einen Futterbeutel hin.
  • Dann steht der HF ca. 1-2 m vor dem Kegel in Front zum Hund und schickt ihn z.B. nach links den Ball holen.
  • Zuerst 3-4 mal den linken und später dann den rechten Ball.
  • Später wird der Ball immer weiter hinter dem Hund ausgelegt, bis er 10 m weiter hinten liegt.
  • Der Hund wird immer zum Kegel hingeführt, es wird kein Voran zum Kegel geübt!
  • Man kann natürlich auch gleich mit dem Apportierholz üben, falls es der Hund liebt, sonst ist die Grundübung besser mit seinem Spielzeug zu trainieren.
  • Erst wenn der Hund wieder nur noch auf das Handzeichen des Hundeführers auf die korrekte Seite rennt und bringt, wird die ganze Übung wieder mit dem Schicken zum Kegel zusammen ausgeführt.
  • Aber oft werden die Hölzer ausgelegt, der Hund wird zum Kegel geschickt, aber er darf KEIN Holz holen!
  • Er wird dann beim Kegel belohnt und die Übung beendet.
  • So lernt er, dass er nur auf Kommando holen darf.

 

 

 

letzte Bearbeitung am: 22.07.11 

 

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